Archiv der Kategorie: Soundtrack meines Lebens

[Der Soundtrack meines Lebens] T.Rex – Hot love

[Der Soundtrack meines Lebens] T.Rex – Hot love

Mein Vater ist 1961 geboren und war, als T. Rex ganz groß war in etwa 10 – 16.

Damals brachte die Bravo in regelmäßigen Abständen Star Schnitte raus. Und so kaufte sich mein Vater (wie alt er damals genau war, weiß ich nicht, aber die große Zeit von T. Rex war wohl eher Anfang der 70er, als Hot Love, Get it on, Jeepster, Telegram Sam oder Childran of the Revolution durch das Radio dröhnten) die Bravo und sammelte einen T-Rex-Starschnitt, allerdings hatte meine Oma da etwas dagegen und verbot ihn diesen aufzuhängen. Sie mochte die Musik von T. Rex nicht sonderlich und war auch mit der Optik und dem Stil von Marc Bolan unzufrieden, was mein Vater ihr lange Zeit vorhielt.

Und da er nicht wollte, dass seine Kinder ihre Bravo-Starschnitte nicht aufhängen dürfen, hat er mich sogar dazu gezwungen einen zu sammeln. So legte er mir jeden Mittwoch ab Juni 2000 (damals war ich 12) die Bravo aufs Bett und hat mich dazu gezwungen den Britney Spears Starschnitt auszuschneiden, zusammenzukleben und aufzuhängen. Ich war nie ein großer Fan von Britney Spears. Ja – ihre Musik begleitete meine frühe Jugendzeit und ich kenn wohl keinen in meinem Alter der nicht Hit me baby one more time kennt, ich denke sogar, dass mehr als 50% in meinem Alter es mitgröhlen könnten und von denen wiederum 50% es freiwillig mitgröhlen würden ohne sich dafür zu schämen.

Die Musik von T. Rex mag ich weitaus lieber, als die von Britney Spears, aber Dank dieses Traumas aus den 70er Jahren wurde ich in meiner sehr schweren Kindheit dazu gezwungen auf Konzerte der Rolling Stones, Brian Adams oder Robbie Williams zu gehen. Meine Schwester hörte eher Pop und mein Vater hat sie zu allen Konzerten begleitet, als sie noch zu klein war, alleine hin zu gehen und uns in all unseren seltamen musikalischen Anwandlungen unterstützt.

Eigentlich finde ich das sogar ganz lustig und toll, dass wir uns für unseren Musikgeschmack nie verstecken mussten und noch lustiger finde ich die Entwicklung meiner Schwester und mir. Ich schlug schon immer eher in die rockige Richtung, natürlich gab es da ab und an ein paar poppige Ausfälle, wie Caught in the Act oder Blazin’ Squad (die übrigens ein Cover von T-Rex’ Children of the revolution veröffentlichten), aber prinzipiell habe ich immer zu männlicher Gitarrenmusik geneigt oder Singer/Songwriter-Musik, wie Amy MacDonald oder Jack Johnson. Außerdem habe ich eine Schwäche für modernen, europäischen Jazz von Amy Winehouse, Jamie Cullum oder Katie Melua. Meine Schwester hingegen stand lange auf HipHop und Pop. Boygroups wie Natural fand sie toll und Schmachtsängerinnen wie Sarah Conner. Heute mag sie deutsche Musik, ich höre zwar ganz gerne mal ein paar Liede, aber im Allgemeinen kann ich wenig mit deutscher Musik anfangen.

Noch heute regt sich mein Vater auf, dass Elvis Presley am 16. August 1977 gestorben und Marc Bolan am 16. September 1977 gestorben ist und die ganzen Medien nur von Elvis, seiner Beerdigung, seiner Hinterlassenschaft, seinem Erdnussbuttersandwich und alles was mit ihm zu tun hatte berichtet haben und Marc Bolan etwas vernachlässigt haben.

Und ich weiß, dass ich wohl der 3 Millionste Blog bin, der heute etwas über Amy Winehouse schreibt, aber ich fand ihre Stimme schon immer toll und finde es schade, dass diese außergewöhnliche Frau die Kurve nicht gekriegt hat. Ich will mich da nicht groß drüber auslassen und 08-15-Phrasen schreiben, aber wenn es hier und heute und jetzt in diesem Artikel schon um Musik geht, will ich sie nicht unerwähnt lassen und heute mit einem Lied von ihr abschließen.

[der Soundtrack meines Lebens] Leona Lewis – Run

[der Soundtrack meines Lebens] Leona Lewis – Run

Man muss ja nicht immer positive Gedanken bekommen, wenn man ein Lied hört…

Ich hasse dieses Lied! Jedes Mal, wenn ich es höre, krieg ich Agressionen und schalte sofort weg. Ich verbinde zwar mit dem Lied nichts, aber es löst negative Gedanken in mir aus.

Ich mag das Orginal von Snow Patrol so sehr – es klingt so verzweifelt, so Hilfe suchend, so niedergeschlagen, wie eine einsame Person, die aus einem leeren Raum ausbrechen will und ihr Leid weg singt, bis sie das letzte Fünkchen Hoffnung verliert, bei ihrem Liebsten zu sein, bei Leona Lewis klingt es, als versteht die Frau den Text nicht. Ich find das einfach katastrophal. Sie hat das schöne Lied kaputt gemacht…Sie mag zwar eine gute Stimme haben, aber irgendwie ist es doch einfach nur Karaoke…

So…das waren meine Gedanken zum Freitag – und jetzt hasst mich :P

Der Soundtrack meines Lebens: Arctic Monkeys – When the sun goes down

Der Soundtrack meines Lebens: Arctic Monkeys – When the sun goes down

Meine FOS-Karriere hat ja wirklich nicht lange gedauert.

Ein halbes Jahr Praktikum – ein halbes Jahr Frontalunterricht der übelsten Sorte (wir hatten die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Wirtschaft, BWL, Rechtslehre und VWL – also nur Hauptfächer) und dann ein Jahr gechillten Unterricht, wo man sich auch mal bei Geschichte, Sport oder Physik und Chemie zurücklehnen konnte :3…

Aber in diesen beiden Jahren ist erschreckend viel passiert. Ich hatte meinen ersten Freund, ich wurde zu einem Technikprojekt von VisionIng21 eingeladen, bei dem ich unter anderem den Frankfurter Flughafen, die Abschlussveranstaltung, die Lange Nacht der Wissenschaften und die bayrischen Filmfestspiele besuchen durfte (wir haben da einen Film dazu gedreht) und nicht zu vergessen, fand ich dort tolle Freunde mit denen ich diese beiden Schuljahre verbrachte.
Sie haben mich ins Nachtleben eingeführt und ich war das erste Mal in einer Disco. Da einige von ihnen Russen waren, lernte ich auch russische Discos und die russische Mentalität und Lebensfreude kennen, die zwar nicht arg viel anders als die Deutsche Mentalität ist, da wir alle irgendwie Menschen sind, aber sie hat etwas sehr Offenherziges und Herzliches, was mich am Anfang etwas überfahren hat.

Am Ende dieser zwei Jahre hatten wir eine große Abifeier, mit allem was dazu gehört. Dämliche Aufführungen, Skandale, Schwangerschaften, Reden, Tränen, vielen Umarmungen und Musik. Da wir in diesem Jahr zehn Abschlussklassen waren sind wir klassenweise auf die Bühne gekommen und haben dort unser Zeugnis entgegengenommen. Ich trug damals ein schwarzes Abendkleid und es war mein erstes Kleid seit vielen Jahren. Und damals sind wir zu dem Lied “When the sun goes down” von den Arctic Monkeys hochgelaufen.

Die Abifeier an sich war für mich nichts Besonderes, aber das Lied erinnert mich noch heute an meine FOS-Zeit.

Der Soundtrack meines Lebens: Glow – President of Borderland

Der Soundtrack meines Lebens: Glow – President of Borderland

Von der sechsten auf die siebte Klasse wechselte ich die Schule, da ich zu intelligent für meine alte Schule war (naja…nicht direkt zu intelligent, ich wollte es halt und hatte die entsprechenden Noten ;) ). In meiner früheren Schulzeit war ich immer die Streberin, ich wurde nie gemobbt, weil mich und meine Klassenkameraden eine alte Kindergartenfreundschaft verband. Aber meine ersten sechs Schuljahre waren eher eintönig. Die Schule stand im Nachbarort und ich kam selten weiter als 10 km heraus. Dann wechselte ich in die große, weite Welt. Mein täglicher Schulweg betrug zwar 30 Minuten, aber das störte mich nicht sonderlich.

In der siebten Klasse fuhren wir ins Skilager, ich bin zwar eine absolute Sportniete und ich konnte nicht Skifahren und bin seit dieser einen Woche auch nie mehr auf Skiern gestanden und primär gings ja nicht ums Skifahren, sondern darum, die neue Schule kennen zu lernen. Ich weiß noch, wie wir abends “Himbeergeist” getrunken haben, das war eine pappsüße Almdudler-Zucker-Geschmacksstoff-Mischung, die man wirklich nur in der größten Not runterbrachte. Die Abende verbrachten wir in der Hütte und waren ca. 100 Schüler und 8 Lehrer – die armen Lehrer.

An diese Zeit erinnern mich vor allem zwei Lieder…zum einen ist es President of Borderland von Glow, das irgendwie allgemein zu meiner Schulzeit passt, da sie so schön beschwingt und irgendwie immer ein klein Stückchen verrückter als die Normalität der anderen war und Heaven is a Halfpipe von OPM (das wir auch mal im Englischunterricht übersetzen mussten :D ). Ich mag die Zeit ^^…sie war zwar nicht immer leicht, aber schön :D