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Muttertag
Wahrscheinlich ist mein Blog der Millionste des heutigen Tages über den Muttertag. Manche dieser millionen Blogs waren positiv, manche negativ. Meiner wird eine Mischung aus beidem sein. Aber ich will die Spannung nicht rausnehmen. Viel Spaß mit meinem Loblied auf alle Mütter und meinen Hassreden über den Kommerz!
Wenn es einen Muttertag gibt, ist das meiner Meinung nach eine Beleidigung aller Mütter. Er sagt den Müttern dieser Welt, dass man zwar froh ist, dass sie einem die Wäsche waschen, dass sie einen bekochen oder auch das Bett machen und in die Schule fahren. Das ist gut, ich will das gar nicht abstreiten. Es ist gut, dass einem bewusst ist, dass “Mama” einiges auf sich nimmt um uns allen ordentliche Klamotten und eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Aber vielen ist es eben nur an diesem einen Tag bewusst. Und was macht der Durchschnittsbürger an diesem wunderbaren Tag, der allen Müttern gewidmet sein soll? Sie kaufen der betreffenden Frau ein paar Pralinen oder einen Strauß Blumen. Unter Umständen gehen sie sogar noch mit der Herzallerliebsten Essen, aber mehr nehmen die Wenigsten au sich.
Muttertag sollte meiner Meinung nach nicht nur ein Tag im Jahr einer Mutter sein, an dem man ihr die Arbeit abnimmt. Er sollte nicht von überteuerten Blumen und halbherzigen Geschenken überschattet werden. Auch wenn wir einen Tag lang die Arbeit unserer Mütter übernehmen, können wir nicht einmal ahnen, was eine Frau alles bewältigen muss und dies auch gerne tut. Ich finde es schade, dass die Medien uns versuchen zu vermitteln, dass mit ein paar Euro Aufwand eine Frau glücklich gemacht werden kann. Und ich finde es schade, dass viele stolz darauf sind, dass sie ihre Mutter einen Tag im Jahr gut behandelt und an sie gedacht haben.
Es ist die Frau, die euch neun Monate ihres Lebens unter dem Herzen getragen hat (bei Frühgeburten war es etwas weniger Zeit, aber ihr wisst was ich meine
), ist sie euch wirklich nur eine Schachtel Pralinen wert? Viel mehr solltet ihr euer Gewissen nicht mit Geschenken beruhigen, ihr (und da schließe ich mich nicht aus) sollt lernen, was es heißt sich aufzuopfern und für seine Familie zu leben.
Mama, ich bin dir sehr dankbar für alles was du für mich getan hast. Auch wenn wir oft streiten liebe ich dich. Ich bewundere dich dafür, dass du auch als ich noch ganz klein war, immer gearbeitet hast und eine Grätsche geschafft hast, die wenige andere Menschen so bravorös schaffen würden. Du bist eine tolle Frau!