Inhalt:
Im dritten Band um Barbara Harvers und Thomas Lynley ermitteln die beiden an einem Internat. Dort wird ein jüngerer Schüler tot und nackt auf einem Friedhof aufgefunden. Es ist ein klarer Fall von Mord und Harvers und Lynley vermuten den Mörder in der Schule, in der sich Abgründe auftun, die keiner je geahnt hätte.
Bei dem besagten Internat handelt es sich um ein höherrangiges und der eher durchschnittlich begabte Matthew wurde durch ein Stipendium dort empfohlen. Nach dem Tod des 13jährigen stellen Barbara und Thomas bei Sichtung des Zimmers beispielsweise fest, dass Matthew ein Faible für Eisenbahnen hatte und weniger eines für Frauen, weshalb er, der noch dazu aus ärmlichen Verhältnissen kommt und die Farben blau und gelb nicht unterscheiden kann, ein typischer Außenseiter war, der wenig Freunde hatte und von den Älteren wohl gemobbt wurde.
Am Tag seines Verschwindens wurde niemand alarmiert, da Matthew an besagtem Tag eine Befreiung vom Sportunterricht hatte und übers Wochenende bei einem Klassenkameraden vom Eisenbahnclub eingeladen war, weshalb niemand ihn übers Wochenende vermisste. Also der perfekte Zeitpunkt für eine Tat! Aber wer war der Täter? Bzw. wer waren DIE Täter?
Bei einem ehemaligen Schulfreund Lynleys, der jetzt an der Schule unterrichtet, stellen sie eine gewisse Schwärmerei für den jungen, hübschen Matthew fest, der seine Optik doch zu detailverliebt – wobei die Betonung auf “verliebt” liegt – beschreibt, als dass man ihn als “unschuldig” abtun könnte.
Auch der Schulpräfekten hat eine absolut reine Weste und scheint zu beliebt bei Lehrern und Mitschülern zu sein, dass man es nicht mehr als normal empfindet.
In der Schule tun sich Abgründe auf. Kindergewaltpornographie. Schwangerschaften. Missbrauch von jüngeren Schülern. Und der Selbstmord eines Schülers vor gut 15 Jahren, der vermutlich den Schlüssel zu Matthews Tod darstellt. Es scheint kein Tabu zu geben, dass die Schule nicht gebrochen hat und die Anzahl der möglichen Täter scheint grenzenlos zu sein…
Meinung:
Anfangs tat ich mich etwas schwer mit “Auf Ehre und Gewissen” und ließ die ersten 50 Seiten eher zäh hinter mir, aber mit jeder Seite, die ich las wurde es spannender! Ich mag nach wie vor den Schreibstil sehr und das Duo Lynley-Harvers. Er ist der edle Lord, der aus verschmähter Liebe zu einer Frau die Flucht in der Arbeit sucht und sie ist die junge Frau aus einfachen Verhältnissen, mit den “verrückten” Eltern, die sich wo immer es geht zu verbergen versucht. Die Kombination der beiden ermöglicht die kuriosesten Spekulationen, aber dennoch mit Herz und viel Spürsinn!
7 von 10 Punkten
Man verzeihe mit den katastrophalen Schreibstil…irgendwie hab ich grad eine kleine Schreibblockade und die Sätze wirken so gekünstelt und ich mag es eigentlich selbst nicht so

