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[Buch] Elizabeth George – Auf Ehre und Gewissen

[Buch] Elizabeth George – Auf Ehre und Gewissen

Inhalt:
Im dritten Band um Barbara Harvers und Thomas Lynley ermitteln die beiden an einem Internat. Dort wird ein jüngerer Schüler tot und nackt auf einem Friedhof aufgefunden. Es ist ein klarer Fall von Mord und Harvers und Lynley vermuten den Mörder in der Schule, in der sich Abgründe auftun, die keiner je geahnt hätte.
Bei dem besagten Internat handelt es sich um ein höherrangiges und der eher durchschnittlich begabte Matthew wurde durch ein Stipendium dort empfohlen. Nach dem Tod des 13jährigen stellen Barbara und Thomas bei Sichtung des Zimmers beispielsweise fest, dass Matthew ein Faible für Eisenbahnen hatte und weniger eines für Frauen, weshalb er, der noch dazu aus ärmlichen Verhältnissen kommt und die Farben blau und gelb nicht unterscheiden kann, ein typischer Außenseiter war, der wenig Freunde hatte und von den Älteren wohl gemobbt wurde.
Am Tag seines Verschwindens wurde niemand alarmiert, da Matthew an besagtem Tag eine Befreiung vom Sportunterricht hatte und übers Wochenende bei einem Klassenkameraden vom Eisenbahnclub eingeladen war, weshalb niemand ihn übers Wochenende vermisste. Also der perfekte Zeitpunkt für eine Tat! Aber wer war der Täter? Bzw. wer waren DIE Täter?
Bei einem ehemaligen Schulfreund Lynleys, der jetzt an der Schule unterrichtet, stellen sie eine gewisse Schwärmerei für den jungen, hübschen Matthew fest, der seine Optik doch zu detailverliebt – wobei die Betonung auf “verliebt” liegt – beschreibt, als dass man ihn als “unschuldig” abtun könnte.
Auch der Schulpräfekten hat eine absolut reine Weste und scheint zu beliebt bei Lehrern und Mitschülern zu sein, dass man es nicht mehr als normal empfindet.
In der Schule tun sich Abgründe auf. Kindergewaltpornographie. Schwangerschaften. Missbrauch von jüngeren Schülern. Und der Selbstmord eines Schülers vor gut 15 Jahren, der vermutlich den Schlüssel zu Matthews Tod darstellt. Es scheint kein Tabu zu geben, dass die Schule nicht gebrochen hat und die Anzahl der möglichen Täter scheint grenzenlos zu sein…

Meinung:
Anfangs tat ich mich etwas schwer mit “Auf Ehre und Gewissen” und ließ die ersten 50 Seiten eher zäh hinter mir, aber mit jeder Seite, die ich las wurde es spannender! Ich mag nach wie vor den Schreibstil sehr und das Duo Lynley-Harvers. Er ist der edle Lord, der aus verschmähter Liebe zu einer Frau die Flucht in der Arbeit sucht und sie ist die junge Frau aus einfachen Verhältnissen, mit den “verrückten” Eltern, die sich wo immer es geht zu verbergen versucht. Die Kombination der beiden ermöglicht die kuriosesten Spekulationen, aber dennoch mit Herz und viel Spürsinn!

7 von 10 Punkten

Man verzeihe mit den katastrophalen Schreibstil…irgendwie hab ich grad eine kleine Schreibblockade und die Sätze wirken so gekünstelt und ich mag es eigentlich selbst nicht so :(

[Buch] Elizabeth George – Keiner werfe den ersten Stein

[Buch] Elizabeth George – Keiner werfe den ersten Stein

Bevor ich das Buch aufschlug bekam ich von einer lieben Freundin (die sogleich Besitzerin dieses Buches ist) den Hinweis: “Da mussten wir alle durch – ich hab nach dem Buch befürchtet, dass die anderen auch so schlecht sind” (oder so ähnlich).

Dennoch machte ich mich voller Vorfreude ran und verschlang die 445 Seiten innerhalb von sechs Tagen (wobei man ja bedenken muss, dass ich 8 Stunden die Nacht schlafe und 39 Stunden die Woche arbeite).

Inhalt:

Der zweite Band um Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Harvers treibt die beiden nach Westerbrae. Im Hotel hat sich eine Londner Theatergruppe eingemietet und eines morgens wird die Drehbuchautorin tot in ihrem Bett aufgefunden. Am Tag zuvor gab es offenbar Streit, denn Joy (die Drehbuchautorin) hat ihr Stück umgeschrieben. Jetzt hat nicht nur ihre Schwester eine viel größere Rolle, die für das Theatersternchen Joanna untragbar ist, auch kommen Details der Vergangenheit ans Tageslicht, die jeder für unauffindbar gehalten hatte.

Das Fatale ist: neben dem Zimmer von Joy nächtigte Helen, eine gute Freundin von Lynley, auf die er abfährt, wie auf keine Zweite. Zwischen Joy und Helen gab es sogar eine Verbindungstür, während Joys Zimmertür am Morgen erst vom Zimmermädchen, das das Frühstück bringen wollte, aufgesperrt werden musste. In den Ermittlungen wird schnell klar, dass Helen die Nacht nicht allein verbracht hat und es kommt zum Eklat zwischen Lynley und Helen, der Helens Geliebten zum Hauptverdächtigen macht und blind für alle anderen möglichen Motive und Täter ist.

Barbara ermittelt alleine und bittet bei Helen und St. James um deren Hilfe, in der Hoffnung Lynley retten zu können, der sich in Rhys verbissen hat.

Joy schrieb an einem Buch über einen Selbstmordfall, der 15 Jahre zurück lag und den sie für Mord hielt. Nach störrischem Bohren rückt der Ehemann die Tagebücher seiner verstorbenen Frau raus und dann wird Lynley klar, dass der Mörder von Joy auch die Frau, sowie den Hoteljungen umgebracht hat. Er ist der festen Überzeugung es handelt sich hierbei um Rhys und überzeugt auch Helen von seiner Meinung und bringt sie somit in große Gefahr

Inhalt:

Zugegeben – Gott schütze dieses Haus war meines Erachtens wirklich besser. Die Londner Theatergruppe brachte alles mit, wofür das Theater bekannt war: Drama, Affären, Morde, Schlägereien…es machte Spaß mit zu lesen, aber bei der Vielzahl von Personen blieben manche etwas flach. Auch Lynleys widerspenstige Gefühle zu Helen gehen nicht wirklich in die Tiefe. Barbaras Familie wird nur am Rande über ein paar Seiten hinweg erwähnt, aber trotz allem machte es Spaß diesen Teil zu lesen und ich wäre nie auf den Mörder gekommen. Das Buch wird überraschend (und mit viel Drama und Verfolgungsjagden) aufgelöst und stimmt den Leser zufrieden. Aber an Gott schütze dieses Haus reicht er nicht ran, wenn es nach mir ginge…

7 von 10 Punkten

[Buch] Elizabeth George – Gott schütze dieses Haus

[Buch] Elizabeth George – Gott schütze dieses Haus

Inhalt:
Barbara Harves hat sich bei Scotland Yard nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Nun will man ihr eine neue Chance geben und sie hofft inständigt, dass es um den landesweit gesuchten Bahnhofsmörder geht, der sein Unwesen treibt. Jedoch weiß sie tief in ihrem Inneren, dass man sie durch ihr Benehmen in der Vergangenheit niemals mit einem so wichtigen Fall beauftragen wird, denn im Grunde gibt es keinen Menschen, mit dem sie zusammenarbeiten kann und sie hat schon die geduldigsten Menschen an den Rand des Wahnsinns getrieben. Jedoch ist die Realität noch viel schlimmer, als sich Barbara je vorstellen könnte. Ihr neuer Partner wird der junge, adelige Frauenschwarm Thomas Lynley. Auch geht es nicht um den Bahnhofsmörder, sondern eine junge Frau von 19 Jahren, die den Mord an ihrem Vater gestanden hat und seitdem kein Wort mehr gesagt hat.

Die unattraktive Barbara, deren modische Stilsicherheit sich in Grenzen hält macht sich mit dem gutaussehenden, charmanten und perfekt gestriegelten jungen Herrn auf die Reise in das kleine Nest, dessen größter Skandal bis vor Kurzem das Übertreten einer roten Ampel darstellte (falls dieses Dorf überhaupt Ampeln hat – ich zweifle das einfach mal stark an).

Bald wird den beiden Scotland Yard Mitarbeitern klar, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die geständige Mörderin Roberta hat vor ihrem Vater ihren über alles geliebten Hund getötet, der sie auf Schritt und Tritt verfolgte. Auch im Hause der beiden ergeben sich einige offene Fragen. Roberta hat in ihrem Bett Essen versteckt, der Vater hat einen Schrein für seine Ehefrau errichtet, diese ist jedoch nicht gestorben, sondern in einer Nacht- und Nebelaktion geflüchtet, nachdem sie mit 14 geheiratet hat und mit knapp 20 Jahren bereits zwei Kinder geboren hatte, die ihr ihr Mann jedoch aus Angst sie könnte sie nicht richtig erziehen wegnahm und selbst großzog. Die erste Tochter (Gillian) ist mit 16 Jahren abgehaut und jeder im Dorf hat eine andere Meinung über sie. Für manche war sie eine Hure, die bereits in jungen Jahren alle Männer verführte, andere beschreiben sie als einen Engel, andere als extrem intelligent, manche sagen, sie wäre durchtrieben, andere sind der festen Überzeugung, dass sie sich nicht für Männer interessiert hat. Jedoch hing Roberta sehr an ihr und nicht mal diese weiß, wo sich die Schwester befindet. Nach ihrem Verschwinden jedoch hat der Vater alles, was irgendwie an Gillian erinnert entfernt. Fotos, Kleidung, Andenken – alles weg! Während von seiner Frau noch sämtliche Klamotten im Schrank hängen.

Barbara und Thomas sehen in Gillian den Schlüssel. Ein Besuch bei Roberta in der Psychatrie bringt wenig Erfolg, denn nach wie vor schweigt sie, während Thomas mehr und mehr weibliche Fans im Dorf gewinnt und Barbara sich von seiner offenen Art und seinem Charme angezogen führt, um dann in einem Eifersuchtsdrama nahezu ihren gemeinsamen Fall zu verlieren…

Meinung:
Spannend! Ich gebe zu, der Titel hat mich etwas abgeschreckt, aber am Ende war ich richtig begeistert vom Team Harves/Lynley! Jedoch waren mir zeitweise zu viele Charaktere, die der mögliche Mörder hätten sein können. So blieb zwar die Spannung konstant am Höhepunkt und ich konnte mir während des Lesens wirklich kaum eine feste Meinung bilden, wer der Mörder ist, aber es blieb auch schwer die vielen Charaktere auseinander zu halten.
Auch war mir der Schluss zu schnell. Zwar ist er völlig unerwartet (auch, wenn ich vorher schon einmal ein dumpfes Gefühl in genau diese Richtung hatte), aber man hätte mehr daraus machen können.

Alles in Allem ein sehr empfehlenswertes Buch, dass sich schnell und gut liest, dass spannend ist, dass flüssig geschrieben ist und das Herz eines Krimifans höher schlagen lässt!

Wertung:
8,5 von 10 Punkten