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[Adventskalender][9. Dezember] Von Katzen und Wonneproppen

[Adventskalender][9. Dezember] Von Katzen und Wonneproppen

Meine Großeltern haben einen großen, dicken, orangefarbenen Kater namens Mikesch “Micky”.

Ich glaub der ist inzwischen um die 10 Jahre alt und müsste sich für jedes Lebensjahr gut ein Kilo angefressen haben. Ganz ehrlich…ich hab noch nie im Leben eine so fette Katze gesehen! Aber nun möchte ich ein paar Anekdoten vom lieben Micky erzählen…

Meine Großeltern haben Katzen seit ich denken kann. Als meine Mutter bei ihnen auszog hatten sie drei. Mieze eine divenhafte Perserkatze, die sich mit einem ordinären Straßenkater gekreuzt hat und die daraus resultierenden Kätzchen: Sissi – eine Glückskatze und Piepser – ein getigertes Kätzchen. Alle drei waren sie eher schlank und Katzen sind sowieso schmäler als Kater gebaut.

Wegen diesen drei Katzen gab es eine Katzenklappe, die Micky auch benutze. Benutzte, denn Micky war irgendwann zu dick und hat sich das Fell oben abgeschabt. Er hatte vom “durch die Katzenklappe zwängen” eine richtige Wunde am Rücken.

Daraufhin hat mein Onkel Mickey eine Rampe gebaut und das Loch vergrößert – auf XXL-Größe. Dafür ist Mickey inzwischen allerdings auch zu fett.

Der Grund weshalb das liebe Tier so dick ist, ist einfach…

Meine Uroma ist inzwischen 92 Jahre alt. 92 ist ein stolzes Alter, aber leider wird sie langsam etwas vergesslich und das nutzt Mickey aus. Er maunzt sie also regelmäßig um Essen an und meine Uroma denkt sich “oh – ich hab die Katze noch nicht gefüttert” und gibt Mickey noch was, und noch was und noch was. Inzwischen haben meine Großeltern meiner Uroma verboten Mickey zu füttern, denn der nutzt sie nur nach Strich und Faden aus (bisher wusste ich gar nicht, dass es so hinterlistige Katzen gibt). Meine Großeltern haben einen großen, dicken, orangefarbenen Kater namens Mikesch “Micky”.

Aber nicht nur meine Uroma verwöhnt das Tier, auch mein Oma ist voll dabei! Jeden Samstag geht er zum Metzger und bestellt 250 g Rindeleber. Die schneidet er dann bedächtig und mit einer Engelsgeduld in feine Streifen und verfüttert sie dann über die Woche verteilt an Mickey, der schlingt und genießt!

Meine Oma verwöhnt das Tier zwar, aber weniger mit Essen, mehr mit Streicheleinheiten (ich hab Mickey mal rumgetragen und vermute er wiegt um die 10 kg, wenn man bedenkt, dass die Durchschnittskatze zwischen 4 (Katze) und 6 (Kater) kg wiegt ist das echt wuchtig!).

Aber auch sie bekommt ab und an Mickeys Gewicht zu spüren.

Einmal wollte sie mit ihm zum Tierarzt und er hasst das. Da sie kein Auto mehr fährt hat sie ihn in einem Katzenkorb auf dem Fahrrad transportiert. Allerdings hat Mickey kaum in den Katzenkorb gepasst und so kam es, dass er auf dem Fahrrad aufgegangen ist, Mickey rausgesprungen ist und sich auf die Kirchenmauer geflüchtet hat! Leider kam das voluminöse Tier dann nicht mehr von der Mauer runter und ein paar junge Männer haben meiner Oma geholfen die Katze wieder in den Korb zu bekommen. Meine Oma beherzigt seitdem den Tipp meiner Mutter: bei großen Katzen einfach zwei Wäschekörbe übereinander binden und zu zweit tragen. Geht auf dem Fahrrad zwar schlecht, aber ne Katze auf dem Fahrrad kommt eh nicht so gut.

Und hier haben wir ein Bild von dem guten Kater und mein Teespecial…

Goldmännchen – Rotkäppchentee
Ich muss zugeben, dass mich diese “Kinderkräutertees” von Goldmännchen echt positiv überraschen! Der Rotkäppchen ist Rooibostee mit Zimt, Apfel, Melisse, Süßholzwurzel und Kornblume. Er ist angenehm mild im Geschmack und die Zutaten harmonieren sehr gut. Ich hätte wirklich nie erwartet, dass ich ihn so lecker finde! Jedoch bezweifle ich nach wie vor, dass Kinder einen Tee trinken, nur weil da Märchenfiguren drauf sind.
Was ich besonders positiv finde ist, dass der Zimt nicht, wie bei anderen Tees, dominiert, sondern sich perfekt in die Gesamtnote mischt.
Jedoch erhält er von mir nur 8 von 10 Punkten, weil dieser Überraschungseffekt, den ich beim Aschenputtel hatte fehlt.
8 von 10 Punkten

Die Lange Nacht der Wissenschaften 2009

Die Lange Nacht der Wissenschaften 2009

Das war sie nun…die Lange Nacht der Wissenschaften 2009 – sieben Stunden im Zeichen der Technik, der Chemie, der Mathematik und der Geschichte. Man mag es kaum glauben, aber die Besucherzahlen waren enorm, trotz dieses Themas, das für viele wohl in die Kategorie “trocken und langweillig” fällt konnte die Besucherflut kaum gebannt werden. Ein Grund war dafür war zweifelsohne Rudi van Eldik mit seiner Vorlesung “Zaubervorlesung – Chemie ist unser Leben”. Der Dozent vermittelte auf eine frische Art die Chemie. Das Ganze war in die Rahmenhandlung von MagicRudis Leben gepackt und mit Musik untermalt. Wären die Experimente nicht gewesen, hätte man glauben können, man sei auf einem Rockkonzert, zumindest hatte ich noch nie zuvor erlebt, dass ein Chemie-Dozent so fanatische Fans hat. Ja – MagicRudi war definitiv ein Highlight der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften. Musik. Knall-Boom-Bang. Das schwule Pärchen im Studentenwohnheim. Viele bunte Farben. Und die Jungfrau, die mit einem Chemie-Battle aus den Fängen der Eingeborenen gerettet werden will. Es war eine ausgeklügelte Show, die den Zeitgeist getroffen hat. Einziger Nachteil: wir standen über eine Stunde vor der Halle und warteten nochmals eine halbe Stunde bis es los ging. Anders wäre es unmöglich gewesen einen Platz zu bekommen Rudi van Eldik ist wirklich der Popstar unter den Dozenten! Aber es war natürlich nicht alles. Ich hatte mich mit den Damen vom IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschug unterhalten.  Diese wirkten ein klein wenig steif und die Kommunikation fiel anfangs schwer. Leider reichte es nicht Leute mit Schokolade und Lutschern zu ködern, weshalb sich der Ansturm in Grenzen hielt. Dennoch waren die beiden Damen furchtbar nett und haben bereitwillig über ihren Job im Zeichen der Wissenschaft geredet. Es gab jede Menge Infobroschüren, die ein Bild der Bundesagentur für Arbeit zeigen, das weit entfernt von der grauen Bürokratie war. Man muss sich für Statistik interessieren, aber ich fand das, was mir übermittelt wurde äußernd erfrischend. Weiter gings zum Vortrag über Skandinavien. Studenten brachten und Runen bei, redeten über ihr Studium und boten ein Quiz über Skandinavien an. Ich unterhielt mich lange mit einer Studentin, die mir erzählte, wie sie zu diesem Fach kam und wie das Studium abläuft. Mit Runenkunde hatte das Seminar allerdings weniger zu tun, vielmehr ging es über die Geschichte des nördlichen Europas und der Wikinger. Aber nichts desto trotz waren die Studenten sehr kompetent, wenn auch zurückhaltend. Nachdem wir diesen Teil geschafft haben ging es weit zurück in die Vergangenheit. Wir entdeckten einen Strich am Boden und folgten ihm von der Neugierde getrieben. Im hintersten Eck der Uni Erlangen, irgendwo in Turm A oder B, vielleicht auch in Turm C (dieser Kampus ist der Horror – ich danke den Studenten, die sich bereitwillig als Wegweiser aufstellten – alleine hätte ich mich dort nie zurecht gefunden) gab es Steine, Skelette, Werkzäuge und andere Ausgrabungen. Dieser Teil wirkte eher wie ein Museum. Hinter Vitrinen lagen jahrtausende alte, aber auch neure Relikte. Die Ausgrabungen reichten von Steinzeitmenschen, über Ägypten und Rom, auch die Wikinger und Griechen kamen nicht zu kurz. Was ich hier etwas schade fand war, dass die Vitrienen alleine waren und es niemanden gab, der sein Fachwissen bereitwillig an die zahlenden Besucher abgab. Wir gingen hoch in den sechsten Stock, wo es um Schriften ging. Man konnte arabisch, hebräisch und kyrillisch lernen. Mit Hilfe von Dozenten und Studenten wurde einem gezeigt wie geschrieben wird und welche Laute verwendet werden. Dass für ein “z” oftmals ein “ts” verwendet wird. Man selbst versuchte in seiner Wunschschrift seinen Namen zu schreiben, um am Schluss den Namen fein säuberlich mit Tinte geschrieben zum Einrahmen nochmals vom Dozenten bekam. Ein Besuch, der sich auf alle Fälle gelohnt hat. Die arabischen Buchstaben sahen für mich eher wie Kunst, als wie Buchstaben aus :) Inzwischen war es Mitternacht und wir entschlossen uns nach Nürnberg zu fahren, denn wir wollten noch das Gehörloseninstitut besuchen. Etwas versteckt und abgelegen von den anderen Stationen liefen wir in den vierten Stock, wo man uns an der Tür eine Karte mit dem Fingeralphabet aushändigte. Ein Gehörloser führte uns durch die Räumlichkeiten und wir merkten, wie einfach die Kommunikation ist, wenn beide Seiten offen aufeinander zugingen. Es folgten eine Besichtigung der Alltagsgegenstände, wie Gehörlosen-Telefon oder auch Türklingel und Wecker. Danach besuchten wir einen Vortrag über die Gebärdensprache und deren Dialekte. Man erklärte uns, was für Möglichkeiten es für Gehörlose im Alltag gibt und wie sich die Akzeptanz der Mitmenschen im Laufe der Jahre geändert hat. Außerdem wurden uns die Unterschiede der Grammatik in der Laut- sowie der Gebärdensprache erläutert. Im Anschluss durften wir Fragen stellen. Danach besuchten wir einen Grundkurs über Gebärden. Ich kann jetzt Hallo sagen, fragen wie es einem geht  und einen Kaffee bestellen. Ja…es war eine tolle Nacht! Leider war sie viel zu kurz…Ich freue mich aufs nächste Jahr!