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Tortellini mit Pilz-Tomaten-Soße

Tortellini mit Pilz-Tomaten-Soße

Mein Opa gibt uns immer die alten Rätselzeitschriften, die er ausgerätselt hat und in einer entdeckte ich dieses Rezept, dass ich sogleich (mit ein paar Abwandlungen, weil ich keinen Wein zum Kochen verwenden wollte) nachgemacht habe…

Das Rezept ist mit etwa 360 Kalorien pro Portion angegeben und mit einem Preis von gut 2,30 Euro pro Portion.

Und weil ichs so lecker fand, möchte ich es mit der Menschheit teilen :D

Man braucht (für vier sehr hungrige Personen) Folgendes:
1 kleine Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
ca. 200 g Champions
etwas Öl für die Pfanne
einen guten Schuss Tomatenmark
einen guten Schuss Tomatensaft (den hab ich dazu gedichtet, natürlich geht es auch ohne, aber ich hatte grad welchen da)
100 ml Sahne
200 ml Brühe (Orginalrezept: je 150 ml Brühe und Weißwein…aber ich hab den Weißwein durch Sahne ersetzt)
Basilikum und Schnittlauch (eigentlich Petersilie und Basilikum, nur ich Trantüte hab das falsche genommen, weil ich Rezepte kurz les und dann alles aus dem Kopf mach, dass das Kochbuch nicht schmutzig wird :P )
100 g Creme Fraiche (so ca…ich hab halt bissi was aus dem Becher raus :P )
600 g Käse-Tortellini (geht auch jede andere Sorte
250 g Cocktailtomaten (so ca. – ich hab kleine Strauchtomaten genommen, weil die geschmacklich ähnlich sind, aber billiger)

Zubereitung:

1. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken (ich hatte dabei eine Sonnenbrille auf – sah unglaublich stylisch aus, aber wenigstens musste ich nicht weinen :D ) und gemeinsam mit den grob zerstückelten Champions und etwas Öl in eine tiefe Pfanne geben und etwa 10 Minuten anbraten

2. die Brühe, die Sahne und das Tomatenmark (und den Tomatensaft) verrühren und die Champions damit ablöschen

3. danach den fein gehackten Basilikum und den Schnittlauch dazu geben und mit Pfeffer, Paprikapulver, Muskatnuss und Salz abschmecken

4. kurz vor Ende der Garzeit die Creme Fraiche unterrühren

5. die Tortellini nach Gebrauchsanweisung kochen (den Schritt hab ich parallel zu Schritt 2 – 4 gemacht)

6. die Tortellini zu der Soße geben

7. Tomaten vierteln und unter die Tortellini heben

8. genießen!!!

Natürlich kann man das Rezept auch abwandeln und z.B. Schinken reinschneiden oder die Champions weglassen und stattdessen Gemüsereste verwenden.

Kochen mit Opa und viele Geschichten

Kochen mit Opa und viele Geschichten

Alles fing mit der Frage an, was man einem 81jährigen Mann zu Weihnachten schenkt. Ich entschied mich für eine Eieruhr und einen Gutschein, der ihm zusicherte, dass ich einmal im Monat mit ihm koche.

Es ging also im Januar mit Fränkischem Herrentoast los. Ich dachte mir mein Opa ist fränkisch und mein Opa ist ein Herr, also trifft sich das prima.

Gebraucht haben wir Folgendes (für 6 Brote – wobei ich nach einem und er nach zwei total satt war):
6 Scheiben fränkisches Schwarzbrot (das ist in Restdeutschland Roggenmischbrot)
200 g Hackfleisch
100 g Käse (gerieben)
150 g Mais, Paprika, Lauch, Karotten, Champions etc. (wir hatten nur Mais)
1 Zwiebel
1 Ei
Salz / Pfeffer
1 – 2 TL Paprikapulver
6 Scheiben Scheibletten

1. Käse reiben und die Zwiebel, sowie das Gemüse klein schneiden.

2. Das Hackfleisch mit dem Käse, den Zwiebeln, dem Gemüse und dem Ei mischen.

3. Mit Salz, Pfeffer (wir haben noch Muskatnuss und Knoblauch verwendet), sowie dem Paprikapulver die Hackfleischmasse abschmecken

4. Die Masse auf die Schwarzbrotscheiben streichen.

5. Die Brote bei 200° Ober-/Unterhitze für ca. 15 Minuten backen.

6. Auf jedes Brot eine Scheibe Scheiblettenkäse legen und nochmals fünf Minuten (bei selber Temperatur) backen.

Mein Opa hat auf sein Brot danach nochmal Paprikapulver gestreut, so war es nicht nur lecker, sondern auch furchtbar dekorativ :D

Also wir beide fanden das Rezept super! Das Brot war schön knusprig, allerdings macht es so schnell so satt…Gut könnte ich es mir auch mit einem Karotten-Apfel-Salat vorstellen…Mein Opa wollte danach das Rezept unbedingt behalten und war richtig begeistert, was es alles im Internet gibt ;)

Aber ich war natürlich nicht nur zum Kochen bei meinem Opa er hat mir auch Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend erzählt. Ich mag seine Geschichten, auch wenn sie oft traurig sind, sehr gerne! Eigentlich ist es faszinierend, dass ein Mann der bloß gut 60 Jahre älter als ich ist in einem so “anderen” Deutschland aufgewachsen ist.

Die Geschichte, die mich heute besonders fasziniert hat, würde ich gerne teilen…

Mein Opa ist im April 1929 geboren und wurde im Mai 1945 eingezogen, also nur knapp nach seinem 16. Geburtstag. Er stand also in seiner Uniform vor einem Oberfeldwebel (oder wie auch immer die wichtigen Kriegsmenschen damals hießen) und wurde direkt wieder ausgemustert. Um ehrlich zu sein, war er darüber sehr froh, weil wie auch sein Vater hat er wenig vom Naziregime gehalten. Daraufhin ging er zu seiner Stiefmutter, die da sie kurz zuvor ein Kind geboren hatte aus Nürnberg evakuiert wurde. Die hat ihm aufgetragen nach Nürnberg zu gehen und zu gucken, wie die lage ist.
Er lief also 56 km zu Fuß von Gunzenhausen nach Nürnberg, da im Mai 1945 die Schienen zerstört waren und er nicht das Geld für ein anderes Verkehrsmittel hatte. In einer kleinen Ortschaft ca. 20 Kilometer von Nürnberg entfernt machte er Rast, um seine Oma abzuholen. Die beiden blieben auch über Nacht in diesem Dorf und machten sich am nächsten Morgen auf. Da seine Oma (also meine Ur-Uroma) krank war, hat er sie in einen Leiterwagen gesetzt und nach Nürnberg gezogen.
Dort angekommen sahen sie das ein Großteil der Stadt zerstört war, fanden aber ihre alte Wohnung noch relativ gut erhalten und schauten dort aus dem Fenster. Als mein Opa sah, dass in den Häusern Lichter brannten wusste er, dass der Krieg vorbei war. Er erklärte mir, dass während des Krieges keine Lichter angemacht worden sind, da die Flieger darauf aufmerksam wurden und wussten “wo Licht ist, ist auch Leben”. Abends wurde man von den Amerikanern angegriffen, morgens von den Briten. Und als er die Lichter sah wusste er, dass es sich nur noch um wenige Tage handeln konnte, denn die Lichter bedeuteten, dass es keinen Fliegeralarm mehr gab. Er erzählte mir auch, dass er von seinem Taschengeld einmal in der Woche ins Kino ging, der Film war ihm egal, er sah dort auch manchmal einfach nur Nachrichten an, hauptsache er war im Kino. Und wenn während der Vorstellung Fliegeralarm war verließ man das Kino, ging in die öffentlichen Luftschutzbunker, um im Anschluss wieder den Kinosaal zu betreten – wenn er noch stand. Der Film ging daraufhin direkt weiter, als wäre nichts passiert.
Mein Opa und seine Oma machten sich also zurück nach Gunzenhausen, um dort seiner Stiefmutter mitzuteilen, dass der Krieg fast vorbei war.

Ich musste diese Geschichte einfach teilen, weil ich das Fazit so schön finde: wenn Licht in den Häusern des durch Krieg zerstörten Deutschlands gebrannt hat, bedeutete das Frieden!

Müsli-Taler (mal wieder ein sinnloser Koch-Artikel)

Müsli-Taler (mal wieder ein sinnloser Koch-Artikel)

Nachdem in 100 Tagen Weihnachten ist und zu Weihnachten traditionell Keksööö und Plöööötzchen gehören, dachte ich mir, ich mach da mal nen Artikel dazu in dem ich mein neues Lieblingskeksrezept vorstelle (langsam sollte ich über nen Koch-Blog nachdenken Oo)

Müsli-Taler
Zutaten:
125 g Butter (ich hab Margarine genommen, weil gesünder)
375 g Nüsse/Kerne/Samen (ich hab mich für 250 g Sonnenblumenkerne und 125 g Mandeln – gehackt – entschieden, wenn ihr euch für Nüsse entscheidet, solltet ihr die hacken)
30 g Kokosflocken
125 g brauner Zucker
2 Eier

Zubereitung
Eier, Fett und Zucker verrühren. Die Kokosflocken dazu geben. Danach die Nüsse/Kerne/Samen vorsichtig unterheben, bis alles nass ist.
Häufchen bilden (ich hab sie teelöffelweise aufs Blech geklatscht – natürlich vorher einfetten – gab dann halt Müslibrocken und keine Taler).
Bei 175° (Umluft) für ca. 20 – 25 Minuten backen.

Weihnachtlich wird es, wenn man etwas Zimt in die Müslitaler gibt (kann ich nicht testen, da allergisch). Sehr lecker find ichs auch mit ner guten Hand voll Rosinen, wobei die ja Geschmackssache sind. Ich hab die Hälfte des Rezeptes mit und die andere ohne Rosinen gemacht. Durch den braunen Zucker karamellisieren die Taler etws, schmeckt aber sicherlich auch mit Honig oder industriell gebleichtem Zucker.

Zubereitungszeit: 20 Minuten – (ohne backen) höchstens :D

Fladen

Fladen

Nachdem ich so begeistert von meinen Rahmfladen bin, möchte ich sie gerne mit der ganzen Welt teilen. Sie sind wirklich superunkompliziert in der Herstellung und es ist ein schön billiges Rezept. Inklusive Mehl hab ich nicht mal fünf Euro gezahlt und von diesen 2 kg Mehl hab ich am Ende grad mal knapp 250 Gramm gebraucht. Außerdem hat man die meisten Zutaten (außer dem Creme Fraiche) wohl immer im Haus.

Zutaten:
150 g Mehl
70 g Roggenmehl
etwas weiteres Mehl
10 g Hefe
Lauchzwiebeln
Speckwürfel
Creme Fraiche
1,5 TL Salz
150 ml Wasser
weiteres Wasser

Zubereitung:
Zuerst setzt man mit der Hefe etwas Wasser und etwas Mehl einen Hefeteig an. Dazu bröselt man die Hefe in ein kleines Schälchen und verrührt sie mit gut 2 EL Mehl und warmem (wichtig!!!) Wasser zu einem Glatten Teig. Das lässt man stehen bis es Bläschen schlägt.
In der Zwischenzeit mischt man das restliche Mehl, mit dem Salz und dem Wasser.
Anschließend lässt man den Hefeteig in die Mehlmischung fließen und schlägt es. (also mit der Hand)
Der Teig ist fertig, wenn er nicht mehr an den Händen klebt und sich als Klumpen gut von der Schüssel löst. Sollte er zu lange kleben, braucht ihr noch etwas Mehl. Sollten Mehlrückstände in der Schüssel bleiben, braucht ihr etwas Wasser (klingt logisch – ne? ;) )
Ihr deckt die Schüssel mit einem Handtuch ab und wartet ca. eine Stunde.
Anschließend formt ihr den Teig zu Fladen und legt diese auf ein eingefettetes Blech. Bestreicht die Fladen mit Creme Fraiche (ich habe ca. 2 EL pro Fladen gebraucht – am Besten lässt sich die Creme Fraiche mit einem Esslöffel verstreichen) und streut Speckwürfel drauf. Backt die Fladen bei ca. 200° (Ober-Unterhitze) für 25 – 30 Minuten.
Auf die fertiggebackenen Fladen streut ihr dann Lauchzwiebelringe (bzw. Zwiebelringe) und ich hab noch etwas Pfeffer drübergestreut.

Und nun: genießen!!!

(ich bin immernoch so begeistert von diesem simplen und so verdammt leckeren Rezept *__*)