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Bardentreffen 2011 – Bilderflut

Bardentreffen 2011 – Bilderflut

Ich hab ja schon ausführlich übers Bardentreffen 2011 berichtet.

Aber nun hab ich es endlich mal (trotz permanent abstürzendem Internet) geschafft die Bilder dazu hochzuladen. (alle Bilder wachsen mit Mausklick)

Da das meiste schon im anderen Artikel gesagt worden ist, lass ich hier einfach mal Bilder sprechen…

(auf dem Bild ganz unten spiegeln A. und ich uns in der Scheibe :D )

Und eine kleine Imperssion vom wunderschönen, menschenbefüllten Nürnberg…

Und zum Schluss gibts ein Bild von meinen Lieblingsohrringen, den sogenannten Pzychobunnys :3

Dank des Wetters gibts dieses Jahr leider nicht so viele Bilder :( Ich bitte um Verzeihung…

Bardentreffen 2011 – aka. li-la-Laune trotz ri-ra-Regen

Bardentreffen 2011 – aka. li-la-Laune trotz ri-ra-Regen

Wie jedes Jahr war mal wieder Bardentreffen und wie jedes Jahr war auch ich dabei :D

Dieses Jahr ging ich mit meiner ehemaligen Klassenkameradin A. aus F. hin. Im Gegensatz zu T. aus F. mit dem ich im letzten Jahr da war, hat A. das Problem, dass sie nicht ganz so groß wie T. ist und wir uns erst mal zwischen den ganzen Menschenmassen finden mussten ;)

An der Lorenzkirche war absolute Höchststimmung! Bzw. nein…es ging schon vorher los…auch am Bahnhof waren die ersten Bands und sie ließen sich nicht von dem trüben Wetter abhalten. Aber an der Lorenzkirche gings richtig los! Zwei Herren auf einem Hänger coverten Klassiker wie Ain’t no sunshine (oh ja…passte zum Wetter), eine Gruppe schilldernder Chinesen spielte in traditioneller Kleidung auf traditionellen Instrumenten traditionelle Musik und die Grapes! Eine echte Überraschung für mich! Die Band besteht auf fünf jungen Herren, die es absolut drauf hatten! Innerhalb von kürzester Zeit sammelte sich eine Menschenmasse von rund 200 Zuschauern um die Musiker und sie begeisterten, sie machten Laune, sie hatten Humor, sie hielten das Publikum und sie hattens einfach drauf! Die Mischung aus Rock, Pop, Reaggae, Rap und schicker Optik machtens einfach aus. Außerdem verteilten sie CDs und drückten den kleinen Kindern Rasseln in die Hand, die dann rhytmisch mitmachen durften – einfach niedlich! Und der Saxophonist! Diese Mischung aus klassischer Rockband und Saxophon machte einfach was her – auch wenn sie gesanglich vielleiht keine Mariah Careys waren.

Aber ich glaub, in diesem Fall lässt man lieber Eindrücke sprechen…

Ich würde wetten die Bandhomepage ging nach dem Auftritt kurzzeitig in die Knie. Drei der Grapesongs lassen sich auch auf der Facebook-Bandseite herrunterladen.

Als A. und ich uns gefunden hatten, begonnen wir die Welt zu erobern. Nicht unbedingt die Welt, aber das wunderschöne Nürnberg bei Regen. Unser erstes Problem war jedoch, dass bei Regen nur noch wenige Bands spielten, weil die Technik natürlich kein Wasser ab kann. So sahen wir den Tokio-Hotel-Jungen, an der Stelle, wo ich sonst immer den Oasis-Jungen gesehen hatte und sind zum nächsten geflüchtet. In den Serenadenhof, der die einzige überdachte Bühne darstellte sind wir nicht reingekommen, weil der voll war. Und so schlenderten wir durch den Regen auf der Suche nach Musik.

Ab und an fand man eine spanisch singende Akkustikband oder ein paar Dudelsäcke. Besonders angesagt waren in diesem Jahr diese “Sitztrommeln” (besser bekannt als Cajon), was wirklich eine verdammt gute Idee ist! Der Schlagzeuger kann ja schlecht sein ganzes Drumset rumtragen, aber ohne Rhytmus verliert ein Stück oftmals die Spannung.

Am Hauptmarkt hörten wir im strömenden Regen einen Mix aus lateinamerikanischen Klängen. Die Musiker auf der Bühne (das waren mindestens zehn) sprachen Spanisch, Französisch und wir hörten auch Englisch raus. Manche Zuschauer gingen richtig ab und tanzten mit ihrem Regenschirm.

Ein weiteres Highlight war für mich war eine Band bestehend aus drei Männern und einer Frau. Die Frau hat Flöte gespielt, die Männer Dudelsack, Schlagzeug und Gitarre. Es hat sich ein wenig wie Schandmaul angehört – wirklich sehr schön :) Und sie haben eine Fanbase mitgebracht, die fleißig mitgegröhlt hat :)

Das beste Essen und die schlechteste Musik gabs eindeutig auf der Insel Schütt! Chinesisch, Mexikanisch, Ungarisch, tolle Cocktails, Würstchen, Mittelalterliche Rahmfladen, Brote, Obst, Pommes…einfach alles!

Die Enttäuschung des Jahres war jedoch, dass ich Colon nicht gefunden habe :(

Alles in allem war es ein wirklich sehr gelungener Tag – trotz Regen.

(Fotos lad ich auf Anfragen hoch, aber grad bin ich zu faul :P )

Bardentreffen 2011

Bardentreffen 2011

Vom 29. Juli bis 31. Juli ist mal wieder Bardentreffen in Nürnberg und da es dieses Event nicht ohne mich geben kann, möchte ich die Welt dezent dazu auffordern hinzugehen!

Was ist das Bardentreffen?
Das Bardentreffen ist ein jährlich statt findendes Festival in Nürnberg, bzw. die ganze Nürnberg Innen- und Altstadt wird zum Festivalgelände! An diesem Wochenende werden die Gesetze etwas gelockert und es ist Straßenmusikern erlaubt ohne Genehmigung überall zu spielen. An jeder Ecke sieht man Jungen mit Gitarren, Kinder mit Trommeln, die dazu Einrad fahren, Türkische Saz-Spieler, Rockbands, die auf der Akkustikgitarre ihr Bestes geben und die Menschen begeistern wollen, Akapellabands, Tänzer, Sänger, Multifunktionstalente, die von der Gitarre zur Mundharmonika wechseln um dann eine Trommel aus der Hose zu zaubern und natürlich gibt es wie jedes Jahr die sieben großen Bühnen.

Das Ganze ist völlig kostenlos (man kann ja schlecht Eintritt verlangen, wenn jemand in die Innenstadt will) und es treten an diesem Wochenende gut 40 Bands der unterschiedlichsten Genres auf.

Wer kommt?
Das Programm kann man auf der ofiziellen Bardentreffen-Seite entnehmen. Ebenso die Spielorte und Uhrzeiten. Auf der Insel Schütt findet nachmittags wie immer ein moderiertes Kinderprogramm statt (bietet sich auch an, denn es sind lauter Kinderkäfige auf der Insel Schütt).
Besonders freue ich mich auf Holstuonarmusigbigbandsclub aus Österreich, die letztes Jahr mit Vo Mello bis ge Schoppornou einen kleinen Überraschungshit landeten.

Allerdings treten zeitgleich Richard Bargel & Klaus Major Heuser Band auf, bestehend aus dem Ex-Bap-Gitarristen und dem Komponist Heuser. Diese beiden Acts werden wohl eines der Highlights des diesjährigen Bardentreffens darstellen. Wobei man Purple Schulz nicht unterschätzen sollte, die in den 80er Jahren mit Verliebte Jungs große Erfolge feierten und auch heute noch absolut partytauglich sind.

Wer sponserts?
Irgendwie muss man es ja kostenlos machen und deshalb bedank ich mich einfach mal bei der Raiffeisenbank, dass sie uns dieses Festival möglich macht (nein – ich krieg kein Geld von denen, aber ich bin seit zehn Jahren dabei und genieße seit zehn Jahren kostenlos Musik und wollte einfach mal danke sagen :D ). Bier gibts allerdings nur von Tucher XD

Was erhoffe ich mir?
Colon!!! Und natürlich der Oasis-Junge (der inzwischen wohl um die 20 sein dürfte, den ich aber mit seiner Gitarre und wonderwallsingend so dermaßen toll fand, dass ich ihn am liebsten adoptiert hätte.

Und nun?
Und nun kann ich nur empfehlen hin zu gehen, dieses Paket an Musik, Altstadt, Kultur, Party, Spaß und Nürnberg zu nutzen und ein wunderschönes Wochenende in einer der schönsten deutschen Städte zu erleben! (das sag ich nur, weil ich da herkomm XD)

Kochen mit Opa und viele Geschichten

Kochen mit Opa und viele Geschichten

Alles fing mit der Frage an, was man einem 81jährigen Mann zu Weihnachten schenkt. Ich entschied mich für eine Eieruhr und einen Gutschein, der ihm zusicherte, dass ich einmal im Monat mit ihm koche.

Es ging also im Januar mit Fränkischem Herrentoast los. Ich dachte mir mein Opa ist fränkisch und mein Opa ist ein Herr, also trifft sich das prima.

Gebraucht haben wir Folgendes (für 6 Brote – wobei ich nach einem und er nach zwei total satt war):
6 Scheiben fränkisches Schwarzbrot (das ist in Restdeutschland Roggenmischbrot)
200 g Hackfleisch
100 g Käse (gerieben)
150 g Mais, Paprika, Lauch, Karotten, Champions etc. (wir hatten nur Mais)
1 Zwiebel
1 Ei
Salz / Pfeffer
1 – 2 TL Paprikapulver
6 Scheiben Scheibletten

1. Käse reiben und die Zwiebel, sowie das Gemüse klein schneiden.

2. Das Hackfleisch mit dem Käse, den Zwiebeln, dem Gemüse und dem Ei mischen.

3. Mit Salz, Pfeffer (wir haben noch Muskatnuss und Knoblauch verwendet), sowie dem Paprikapulver die Hackfleischmasse abschmecken

4. Die Masse auf die Schwarzbrotscheiben streichen.

5. Die Brote bei 200° Ober-/Unterhitze für ca. 15 Minuten backen.

6. Auf jedes Brot eine Scheibe Scheiblettenkäse legen und nochmals fünf Minuten (bei selber Temperatur) backen.

Mein Opa hat auf sein Brot danach nochmal Paprikapulver gestreut, so war es nicht nur lecker, sondern auch furchtbar dekorativ :D

Also wir beide fanden das Rezept super! Das Brot war schön knusprig, allerdings macht es so schnell so satt…Gut könnte ich es mir auch mit einem Karotten-Apfel-Salat vorstellen…Mein Opa wollte danach das Rezept unbedingt behalten und war richtig begeistert, was es alles im Internet gibt ;)

Aber ich war natürlich nicht nur zum Kochen bei meinem Opa er hat mir auch Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend erzählt. Ich mag seine Geschichten, auch wenn sie oft traurig sind, sehr gerne! Eigentlich ist es faszinierend, dass ein Mann der bloß gut 60 Jahre älter als ich ist in einem so “anderen” Deutschland aufgewachsen ist.

Die Geschichte, die mich heute besonders fasziniert hat, würde ich gerne teilen…

Mein Opa ist im April 1929 geboren und wurde im Mai 1945 eingezogen, also nur knapp nach seinem 16. Geburtstag. Er stand also in seiner Uniform vor einem Oberfeldwebel (oder wie auch immer die wichtigen Kriegsmenschen damals hießen) und wurde direkt wieder ausgemustert. Um ehrlich zu sein, war er darüber sehr froh, weil wie auch sein Vater hat er wenig vom Naziregime gehalten. Daraufhin ging er zu seiner Stiefmutter, die da sie kurz zuvor ein Kind geboren hatte aus Nürnberg evakuiert wurde. Die hat ihm aufgetragen nach Nürnberg zu gehen und zu gucken, wie die lage ist.
Er lief also 56 km zu Fuß von Gunzenhausen nach Nürnberg, da im Mai 1945 die Schienen zerstört waren und er nicht das Geld für ein anderes Verkehrsmittel hatte. In einer kleinen Ortschaft ca. 20 Kilometer von Nürnberg entfernt machte er Rast, um seine Oma abzuholen. Die beiden blieben auch über Nacht in diesem Dorf und machten sich am nächsten Morgen auf. Da seine Oma (also meine Ur-Uroma) krank war, hat er sie in einen Leiterwagen gesetzt und nach Nürnberg gezogen.
Dort angekommen sahen sie das ein Großteil der Stadt zerstört war, fanden aber ihre alte Wohnung noch relativ gut erhalten und schauten dort aus dem Fenster. Als mein Opa sah, dass in den Häusern Lichter brannten wusste er, dass der Krieg vorbei war. Er erklärte mir, dass während des Krieges keine Lichter angemacht worden sind, da die Flieger darauf aufmerksam wurden und wussten “wo Licht ist, ist auch Leben”. Abends wurde man von den Amerikanern angegriffen, morgens von den Briten. Und als er die Lichter sah wusste er, dass es sich nur noch um wenige Tage handeln konnte, denn die Lichter bedeuteten, dass es keinen Fliegeralarm mehr gab. Er erzählte mir auch, dass er von seinem Taschengeld einmal in der Woche ins Kino ging, der Film war ihm egal, er sah dort auch manchmal einfach nur Nachrichten an, hauptsache er war im Kino. Und wenn während der Vorstellung Fliegeralarm war verließ man das Kino, ging in die öffentlichen Luftschutzbunker, um im Anschluss wieder den Kinosaal zu betreten – wenn er noch stand. Der Film ging daraufhin direkt weiter, als wäre nichts passiert.
Mein Opa und seine Oma machten sich also zurück nach Gunzenhausen, um dort seiner Stiefmutter mitzuteilen, dass der Krieg fast vorbei war.

Ich musste diese Geschichte einfach teilen, weil ich das Fazit so schön finde: wenn Licht in den Häusern des durch Krieg zerstörten Deutschlands gebrannt hat, bedeutete das Frieden!

Fürth vs. Nürnberg

Fürth vs. Nürnberg

Weil ich heut mal wieder den Spruch “das einzig Schöne an Fürth ist die U-Bahn nach Nürnberg” gehört habe, dachte ich mir, ich vergleich diese beiden Städte mal direkt.

Fürth hat den schöneren Stadtpark (Fürth +1)
Nürnberg hat das Bardentreffen (Nbg +1)
in Fürth ist alles Näher beisammen (Fürth +1)
Nürnberg ist vielfältiger (Nbg +1)
Fürth hat ein Trollioutlet (Fürth +1)
die Fürther Südstadt ist ein Autofahrerhorror (Fürth -1)
…dafür kann man dort kostenlos parken (Fürth +1)
Nürnberg hat das Volksfest (Nbg +1)
Fürth hat die Michaeliskärwa (Fürth +1)
Der Weihnachtsmarkt in Nürnberg ist schöner (Nbg +1)
…aber auch vollgestopft von Touris! (Nbg -1)
Dafür hat Fürth einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt (Fürth +1)
Beide nehmen an der Langen Nacht der Wissenschaften teil (+1 beide)
Nürnberg hat die Burg (Nbg +1)
…das CineCitta (Nbg +1)
…den Skulpturengarten (Nbg +1)
…den schönen Brunnen (Nbg +1)
…den Tiergarten (Nbg +1)
…das Ehekaruesell (Nbg -1)
…das UltraComix (Nbg +1)
…und viele Sehenswürdigkeiten (Museen, Reichsparteitagsgelände, Dutzenteich) (Nbg +1)
Fürth hat Tucher (Abzugspunkt O__o) (Fürth -1)
…ne direkte Verbindung nach Erlangen (Fürth +1)
…billigere Kinos (Fürth +1)
…einen schönen Wald und Spazierwege (Fürth +1)
…Secondhand-CD-Läden (Fürth +1)
…Ruhe beim Shoppen (Fürth +1)
In Fürth hängen viele meiner Erinnerungen, da ich da in der Schule war (Fürth +1)
In Nürnberg leben (bis auf wenige Ausnahmen) alle meiner Freunde (Nbg +1)
Fürth ist billiger (Fürth +1)
…und hat das vielfältigere Industriegebiet (Fürth +1)
Im Nürnberger Bahnhof kann man shoppen (Nbg +1)
Nürnberg hat mehr Essööööön (Nbg +1)
Fürth hat ne Slipanlage (ich weiß nicht was das ist, aber dieser lustige Name verdient nen Punkt) (Fürth +1)
In Nürnberg halten ICEs und Flugzeuge (Nbg +1)
Fürth hat niedrigere Mietpreise (Fürth +1)
…und bessere Frisöre (Fürth +1)
…aber auch extrem schlechte (Fürth -1)
Fürth hat Ikea
Nürnberg nen Mediamarkt

Fazit (nach Punkten):
Fürth: 16
Nbg: 15

Fazit (nach Worten):
Nürnberg ist eine Großstadt, Fürth nicht. Beides hat Vor- und Nachteile – aber das Tollste ist: die UBahn braucht nur 16 Minuten, um einen direkt von der einen Innenstadt in die andere zu katapultieren. Der Zug braucht sogar nur 8 Minuten.